Geburtstagssprüche über Rock ‘n Roll


Einst schworen Wir, bei unser Ehr,
den Rock ‘n Roll, geben Wir nicht her.
Ob Jung, ob Alt, Wir sind so, wie Wir wollen
und gelen nach wir vor unsere Haartollen.

Jung geblieben, alt gerockt,
wer das nicht ehrt, ist am falschen Ort.
Drum lassen Wir es heute krachen,
obgleich Wir mit den Knochen knacken.

Für immer und immer und immer,
so hieß es einst in meinem Zimmer,
als wir vor vielen Jahren,
die Haare wirbelten zu wilden Gitarren.

Jetzt sind Wir alt und doch noch jung,
deswegen bringt es Uns nicht um,
dass die, die wir einst Helden nannten,
heute noch rocken, wenn auch nur in Gedanken.

Die Welt schien groß, Wir schienen klein.
Unsere Jugend, sagt man, war niemals rein.
Wir waren die Wilden, die alle kannten
und Wir nannten die Nacht unseren Bekannten.

Nun sind Wir alt und etwas grau,
aber Eines wissen Wir ganz genau,
nie werden Wir vergessen,
die schöne Jugendzeit zu missen.

Jugend, sagt man, ist bunt und froh.
Vielen frönen wohl dem Alkohol.
Auch Wir hier hinterließen unsere Spuren
und all das, ohne zu murren.

Wir waren laut und manchmal rau,
Wir waren toll und manchmal faul.
Musik war Uns stets ein Wegbegleiter,
auf der hohen Lebensleiter.

Haben Wir nun viele Sprossen erklommen,
ist Uns manchmal auch die Zeit verronnen,
Wir sind froh, über die Jahre,
die Wir rocken konnten, keine Frage.

Drum sehen Wir das Alter weise,
als eine weitre Lebensreise.
Wir feiern lustig, ohne Sorg,
bis Uns der Morgen wohlig holt.

Lange Haare, Dauerwelle,
mit fünfzehn waren Wir noch helle.
Frönten der Musik und waren laut,
dagegen wussten unsere Eltern oft kein Kraut.

Jetzt sind Wir reich, an des Lebens Jahren.
Keiner vermag es noch zu erahnen,
wie Wir eins bangten zu Unserer Musik
und gingen am Wochenende aus, immer schick.

Heut sind Wir leiser, wohl gewiss,
aber Wir nehmen das Leben auch gern mal als Witz.
Denn sind es nicht die lust’gen Sachen,
die Unser Leben lebenswert machen.